Studienfahrt nach Auschwitz

Diese Woche ist es bei uns ziemlich ruhig. Das liegt daran, dass Emma und Julian mit der Schule in Polen sind, genauer gesagt in Auschwitz und Krakau. Dafür hat Emma ordentlich eingekauft, denn in Polen ist es deutlich kälter als in Deutschland. Ein paar warme Pullover mussten her, Leggings und natürlich auch Handschuhe. Mit viel warmer Kleidung ausgestattet, habe ich die beiden am Montagmorgen zur Schule gebracht, wo der Reisebus schon wartete.

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Emma, Tariq, Jonathan und Julian vor der Abfahrt

Zu essen hatten sie auch jede Menge dabei, denn die Fahrt nach Auschwitz sollte elf Stunden dauern. Natürlich kann ich keinen Blogbeitrag über die Zeit dort schreiben. Mal sehen, ob das jemand anderes übernimmt. Erfreulicherweise habe ich aber inzwischen schon ein paar Fotos geschickt bekommen, so dass wieder ein kleiner Beitrag entstehen konnte.

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Julian und Tariq sind seit der sechsten Klasse ziemlich beste Freunde. Mit Tariqs Familie haben wir schon drei Sommerurlaube verbracht. Und hier ist endlich mal ein schönes Freunde-Bild von den beiden. Sie teilen sich in der Jugendherberge ein Zimmer.

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Auch ein Geschwisterbild kam aus dem noch weihnachtlich geschmückten Auschwitz. Polen ist überwiegend katholisch und nach katholischer Tradition endet Weihnachten zu Mariä Lichtmess, am 2. Februar. In Deutschland endet die Weihnachtszeit im Grund am 6. Januar, dem Heilige Drei Königstag, auch wenn die katholische Kirche sie offiziell liturgisch am Sonntag nach Epiphanias, dem Tag der Taufe Christi. Aber das nur nebenher.

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Und dann habe ich noch dieses schöne Bild bekommen: Eine Rose zwischen zwei Dornen. 😉

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Die ersten Fotos hat alle Binta gemacht. Vielen Dank dafür, liebe Binta! Hier ist sie nun selbst mit Emma zu sehen. Die beiden verstehen sich nicht erst seit dieser Woche gut. Emma hat schon bei Binta übernachtet und die beiden hatten viel Spaß zusammen.

Fast möchte man glauben, die jungen Leute wäre auf einer „normalen“ Klassenfahrt. Doch das sind sie nicht. Die Tage verbringen die Schülerinnen und Schüler des Friedrichsgymnasiums mit Führungen durch die Vernichtungslager von Auschwitz. Auf meine Frage, wie er die Studienfahrt empfindet, schrieb Julian „Soweit ganz gut… Es sind zwar harte Bilder, aber das ist ja „normal“, wenn man hier ist“.

Comments

  1. Ich kann mir das Grauen gut vorstellen und bin froh, dass ich damit in einem KZ nicht konfrontiert wurde. Nie wieder! (und die Welt dreht schon wieder am Rad)

    1. Author

      Absolut, lieber Georgous! Ich Finde es gut, dass die Jugendlichen dort hinfahren um zu sehen, was in den Jahren bis 45 passiert ist. Damit es nie wieder passiert!

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