Himmelfahrt in Niedersachsen

An Himmelfahrt waren wir eingeladen, liebe Freunde in Niedersachsen zu besuchen. Die lieben Menschen, mit denen wir im Lauf des letztes Jahres so viel gemeinsam unternommen haben. Da Emmas Abschied immer näher rückte, wollte wir noch einmal etwas gemeinsam unternehmen. Die Zeit der letzten Male hat begonnen. Die Frage, die alles dominiert, lautet „Wie lang noch?“ Wir würden gern andere Antworten geben, doch die Zahl der Tage schrumpft stetig. Zeit lässt sich nicht anhalten. Wir machen das Beste daraus, denn immerhin sind liegen doch noch einige Tage und viele Vorhaben vor uns. Ziemlich viele, wenn man es genau nimmt.

Doch zuerst wollten wir uns eindach zu einem gemütlichen Nachmittag und Abend treffen. Zuerst einmal gab es einen Begrüßungstrunk, der je nach Alter alkoholisch war – oder eben nicht.

Dann machten wir eine neue Bekanntschaft. Armin, der Hahn wurde uns vorgestellt. Armin, der arme Hahn, um genau zu sein. Er leidet an kaputten Beinen und ist ein echtes Mobbingopfer. Der „Haupthahn“ Trevor mag ihn nicht leiden. Dafür ist Armin inzwischen sehr menschenbezogen und lässt sich gern streichln. Man kann auch mit ihm gackern; er antwortet gern und ausführlich.

img_5902.jpgDa Himmelfahrt eigentlich ein Tag für Wanderungen oder andere Unternehmungen ist, wurde beschlossen, draußen ein paar Spiele zu spielen. Zuerst war Krocket dran. Da man dieses Spiel aber nicht mit sehr vielen Menschen spielen kann (immerhin waren wir zu neunt), wurde es nach einem Durchgang wieder fallen gelassen. Dafür wurden flugs zwei Mannschaften gebildet und wir spielten Fußball. Mit ziemlich wechselndem Erfolg. Emma stellte sich als echte Ballkünstlerin heraus. Immerhin hat sie einige Jahre Fußball gespielt. Insofern war das FRauen-Team, das von Carsten verstärkt wurde, nicht komplett im Hintertreffen. Jonathan beobachtete alles von der Ferne. Von Kindheitstagen an kann er auf Ballspiele verzichten. Dafür spielten die anderen umso mehr, so dass am Ende eine tolle Collage entstand.

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Manche sieht man gar nicht, andere dafür doppelt und dreifach.

Danach gab es kalte Getränke, die alle nötig hatten. Wir hatten uns ordentlich außer Puste gespielt.

Es war ein richtig schöner Tag, den wir – neben Fußball- und Krocketspiel ruhig und gemütlich verbrachten. Es ist schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass wir so vielleicht nicht mehr zusammenkommen. So viel, das wir gemeinsam gesehen und erlebt haben in den letzten Monaten. Das tolle Wochenende im Markgrafenbau,  gemeinsame Weihnachtsmarktbesuche, in Kaufungen und in Kassel, unser syrischer Abend und nicht zuletzt die Fahrt nach Maastricht. Und die ganzen anderen Unternehmungen, bei denen noch mehr Freunde dabei waren, die Chorproben und die Glühweinparty. Aber wir wollen nicht hadern. Wie wunderbar, dass wir diese ganzen Dinge hatten. Sie machen das Leben bunt!

Bunt ging es dann auch beim Essen zu. Carsten hatte gegrillt und Steffi tolle Salate gezaubert. Mein Beitrag war ein englischer Trifle und auch er erlebte den nächsten Tag nicht. Während die Erwachsenen zum Plaudern im Haus blieben, spielte die Jugend Wikingerschach, bis nichts mehr ging. Glücklicherweise war für den nächsten Tag ausschlafen angesagt.

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