Die Überraschungsfeier

Emma und ich hatten einen langen Spaziergang unternommen. Zwischendrin kamen immer wieder Nachrichten auf dem Handy an: Ich habe die Bahn verpasst – Kann uns jemand am Bahnhof abholen? – Wir sind jetzt da – Ihr könntet jetzt kommen. Fast 10 Kilometer waren wir gelaufen, bis diese Nachricht kam. Wir hatten unseren großen Spaziergang #emmaswalk schon fast komplett hinter uns gebracht.

Dann konnte ich unser „Taxi“ anfordern. Ein Kindergartenfreund von Jonathan hatte sich bereiterklärt, uns abzuholen. Am Haus meiner Eltern ließ er uns aus dem Wagen aussteigen. Die restlichen Meter gingen wir zu Fuß.

In der Zwischenzeit waren die Zuhausegebliebenen und die Gäste nicht untätig gewesen. Meine Mutter, Samira, Elena und Jose hatten gebacken, was das Zeug hielt, Frank und mein Vater hatten gemeinsam mit den Jungs aufgebaut, Jonathan hatte Gäste vom Bahnhof abgeholt. Vermutlich vergesse ich ganz viele helfende Hände. Man möge es mir verzeihen: Ich war ja nicht dabei.

Und dann standen sie da: Ganz viele Menschen, die Emma in diesen letzten Monaten kennengelernt hatte. Manche mehr, andere weniger. Über 40 Personen waren zu kommen, um einen Abend mit uns zu verbringen. Ich hatte darum gebeten, dass man ein Ständchen bringen möge: For she’s a jolly good fellow. Thomas gab den Chorleiter und dirigierte mit seinem Taktstock und alle sangen mit. Emma war überwältigt und sagte „Scheiße“. Sollten ihre Eltern das lesen, möchte ich erklären, dass das in diesem Fall kein Fluch war sondern ein Ausdruck reinen Entsetzens und purer Überraschung. Damit hatte Emma nämlich nicht gerechnet. Leider hatte ich verpasst, den Emmachor zu fotografieren. Es war ein toller Anblick! Glücklicherweise waren Frank und Elena so schlau gewesen, die Gruppe vorher im Ganzen zu fotografieren. Darum gibt es hier ein fast komplettes Gruppenfoto. Es fehlen nur die Menschen, die erst später kamen wie Jonas, der sich trotz Krankheit ausgerafft hatte, Till, der direkt von einer Hochzeit kam oder Adoptivkind, der trotz Trauerfalls kam.

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Gruppenfoto mit Frank

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Gruppenfoto mit Elena

Es war toll, dass so viele liebe Menschen gekommen waren. Danke euch allen. Es hat uns sehr berührt zu sehen, wie vielen Menschen Emma etwas bedeutet. Und wir grüßen von hier aus alle herzlich, die gern dabei gewesen wären, aber aus verschiedensten Gründen nicht kommen konnten. Zischkaus wussten, dass sie Pfingsten nicht da sein würden und hatten uns (unter anderem) darum an Himmelfahrt eingeladen. Kurz vorher hatten wir uns auf dem Maiball zum Abholen getroffen und Carsten hatte die Überraschung fast gespoilert, als er entschuldigend sagte, dass sie ja leider zum Abschiedsfest nicht da sein könnten. Pauline wäre fast gewalttätig geworden. Aber nur fast. Das sind Erinnerungen, die uns begleiten werden.

Wir haben viel geredet, gelacht (und auch ein bisschen geweint), gegessen, getrunken und viel Spaß gehabt. Ich muss mir demnächst – wenn Emma nicht mehr in Dörhagen weilt – ein neues Thema zum Schreiben suchen, denn  Thomas und Michaela warten auf Berichte. Danke, ihr Lieben, dass ihr gekommen seid. Wir sehen uns zum Sommerkonzert am Donnerstag!

Was nicht ganz so toll war, war das Wetter am Samstag. Vormittags wehte der Wind stark. Am frühen Abend hatte er zwar ein Einsehen, doch irgendwann war es selbst denen, die abgehärtet waren, zu viel. Es ging nach drinnen.

Diesmal ist es nur ein kurzer Artikel. Ich hoffe, er genügt. Es waren so schöne Stunden mit euch allen, es hat uns so viel Freude bereitet, euch bei uns zu haben. Für Emma gab es etwas zum Mitnehmen: Eine Flagge, auf der alle unterschrieben haben, die da waren. Und auf der vermutlich auch noch viel mehr Menschen unterschreiben werden bis zum kommenden Freitag. DANKE!

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Comments

  1. Wow… Thank you Martina, Family and Friends for making Emma’s time in Germany special!!

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