Ein Wochende im Markgrafenbau

Lange bevor Emma kam, hatten wir die Verabredung getroffen, ein Wochende in Franken zu verbringen. Der ELSE-Chor (Eltern-Lehrer-Schüler-Ehemaligen-Chor) überlegte, ob man in 2019 ein Chorwochenende ansetzen sollte und der Markgrafenbau sollte als Übernachtungsmöglichkeit getestet werden. Also starteten wir am Freitagnachmittag in unser erstes gemeinsames Ferienwochenende.

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Nur bedingt lecker – Wasser aus den Quellen

Etwa 250 Kilometer sind es von Kassel nach Wildbad. Da Emma noch nie in der Gegend war, überlegten wir, ob wir einen Abstecher einplanen sollten. Bad Kissingen lag ziemlich auf der Hälfte des Weges, weshalb wir uns für diesen bekanntesten Kurort Deutschlands entschieden. Kaiserin Sisi hatte dort gekurt, Otto von Bismarck war da gewesen. und nun waren wir an der Reihe.IMG_6393IMG_1666

Im Anschluss ging es weiter in Richtung Burgbernheim. Im Markgrafenbau, einem Jagdschlösschen, dass inzwischen einem Verein gehört, verbrachten wir ein herrliches Wochenende mit Freunden. Gekocht wurde gemeinsam, geheizt wurde mit Holz.

Für den nächsten TIMG_1751ag standen zwei Möglichkeiten offen: entweder Schloss man sich einer Wandergruppe an oder man besichtigte Rothenburg ob der Tauber. Da wir bisher noch nie in Rothenburg gewesen waren, entschlossen sich Frank, Jonathan, Emma und ich gemeinsam mit Carsten und Annett für die Besichtigungstour. Erfreulicherweise bestätigten sich meine Befürchtung einer von Touristen überlaufenen Stadt überhaupt nicht.

 

Bei herrlichem Sonnenschein wanderten wir durch die Gässchen, genossen den Ausblick über das Taubertal und besichtigten selbstverständlich die Käthe-Wohlfahrt-Weihnachtswelt. Manchmal muss das sein.

IMG_1705Abends wurde gegrillt da, gegessen, gelacht, getrunken und erzählt. Und kein Schlossgespenst störte unseren Schlaf. Die Jugend allerdings, die sich in den gegenüberliegenden Flügel verzogen hatte, machte die Nacht durch – und die Bekanntschaft eines Siebenschläfers, der unbedingt mittun wollte.

Nach dem Frühstück am Sonntag fuhren einige nach Hause und andere in den Urlaub. Die verbleibenden zwölf machten sich mit einem Picknick auf dem Weg ins Altmühl-Quellgebiet. Die die Jugend fuhr mit einem Boot über den Teich, die Erwachsenen probierten einen Bocksbeutel-Wein aus dem Frankenland.

Und Emma? Sie war mittendrin, freute sich über die schöne Stadt Rothenburg und das Wochenende überhaupt, hatte Spaß mit den anderen Kids, und würde sie nicht überwiegend englisch sprechen, käme niemand darauf, dass sie erst seit vier Wochen dabei ist. Es wird gelacht, gekitzelt und sich gekabbelt, immer wieder hört man „sag das auf Deutsch, Emma!“ Und Musik wird gemacht.

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Ein Klavier gab es auch im Markgrafenbau

Jonathan, Julian und Emma verhalten sich so, als wären sie tatsächlich Geschwister. Es wird geflachst, gealbertt, diskutiert und ab und zu natürlich auch ein bisschen gezankt. Das gehört dazu. Emma ist aufgeschlossen und kontaktfreudig. Und da sowieso alle gern ihr Englisch an ihr ausprobieren möchten, kommt es überhaupt nicht zu irgendwelcher peinlichen Stille. Wir finden, es passt!

Steffi und Carsten, die großartigen Organisatoren dieses Wochenendes, waren wunderbare Gastgeber. Essen im Freien, Spaziergänge, Picknick, Ausruhen und Sightseeing – und viele nette Menschen. Wir sagen danke!

 

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