Weihnachtsmärkte

Markt_und_Straßen

Die Weihnachtszeit in Deutschland hat viele Reize. Einer davon ist sicherlich das Phänomen Weihnachtsmarkt. Nach der Größe der Stadt richtet sich auch die Dauer des Weihnachtsmarkts – oder die Anzahl derselben in einer Stadt. Diejenigen Weihnachtsmärkte, die durchgängig geöffnet haben, beginnen meist am Montag nach Totensonntag. Und das war in 2018 der 26. November – mein Geburtstag.

Kassel

Da sowieso alle lange Schule oder Uni hatten, wünschte ich mir kurzherhand einen Gang über den Kasseler Märchenweihnachtsmarkt. Emma hatte schon während des Deutschkurses den Aufbau des Weihnachtsmarkts beobachten können und war entsprechend gespannt. Da die Kinder und Frank in Besitz des Hessentickets sind, fuhren auch meine Eltern und ich mit Bus und Bahn. Die Umwelt dankt es – und man muss sich keine Gedanken über den Glühwein machen. 😉

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Da wir den Weihnachtsmarkt schon lang kennen, haben wir unsere Favoriten. Ohne einen Eierpusch bei Rupperts Almhütte geht es nicht.

Aber aucIMG_0109h alle anderen Getränke sind dort sehr lecker. Und obwohl die „Kinder“ inzwischen ordentlich groß sind, fahren wir noch immer gern im gar nicht so riesigen Riesenrad. Von oben hat man einen schönen Blick über den Weihnachtsmarkt am Friedrichsplatz. Seit diesem Jahr hat Kassel eine Eisrutsche. Die haben wir bereits am ersten Weihnachtsmarkttag ausprobiert. Mehr Fotos davon finden sich weiter unten – bei unserem letzten gemeinsamen Familienweihnachtsmarktbesuch.

Fulda

Unser Weihnachtsmarktbesuch in Fulda fiel ins Wasser – im wahrsten Sinne des Wortes. Es goss in Strömen. Da war ein Verweilen an den vielen schön dekorierten Ständen, im Winterwald oder auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt nicht drin. Die schöne Barockstadt Fulda, die meine Freundinnen Carola, Marlene und mich im Sommer so bezaubert hatte, zeigte sich von ihrer nassen Seite.

Wir guckten hier ein bisschen und ein bisschen da – und dann waren wir klitschnass. Darum änderten wir kurzerhand unsere Pläne und schauten im Cafè Mandelrose vorbei. Dieses Café hatten wir schon im Sommer gesehen, doch stand uns damals der Sinn nach herzhaftem Essen. Im Café Mandelrose war es nicht nur trocken und heimelig warm. Dort gab es auch köstliche Kuchen und leckeren Kaffe. Wer nach Fulda fährt, sollte einen Besuch in der Mandelrose unbedingt einplanen. Dass die Cafébesitzer auch noch unglaublich freundliche Menschen waren, tat ein übriges.

Spangenberg

Den kleinen Weihnachtsmarkt in Spangenberg hatten wir bisher noch nicht besucht. In diesem Jahr wollten wir unbedingt hin, denn neben der malerischen Fachwerkkulisse hatten wir von einem Stand der Partnerstadt von Spangenberg gehört: Das Städtchen St. Pierre, gelegen auf der Île d’Oleron, unserem diesjährigen Urlaubsziel, sollte mit Lebensmitteln vertreten sein. Da es den leckeren Pineau nicht überall zu kaufen gibt, wollten wir uns in Spangenberg mit ein wenig Nachschub eindecken. Traurigerweise schien der Pineau auch den Spangenbergern gut geschmeckt zu haben, denn als wir ankamen, gab es nur noch eine angebrochene Flasche roten Pineau. An den Kauf einer oder mehrer Flaschen war gar nicht zu denken. Dafür durften wir ein Kiste bestellen. Die Spangenberger schickten dafür extra einen Wagen auf die Atlantikinsel. Der kleine Weihnachtsmarkt, der sich über den Marktplatz erstreckt, war allerdings schön anzusehen, besonders mit der abendlichen Beleuchtung. Emma war ganz verzaubert von den Fachwerkbauten und dem weihnachtlichen Licht.

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Der Fritzlarer Weihnachtsmarkt „In den Höfen“ ist ein nordhessisches Highlight. An nur einem Adventswochenende öffnen sich in der Fritzlarer Altstadt tatsächlich die Höfe. Und in diesen finden sich Kunsthandwerker, Künstler, Krippenausstellungen und vieles andere mehr. Natürlich gab es auch dort die üblichen Bratwurstbuden, Glühweinstände und anderes Essen. Julian bemerkte vor einigen Tagen, dass der in Fritzlar verspeiste Pulled Porc Burger das leckerste Essen auf einem der von uns besuchten Weihnachtsmärkte gewesen sei. Da Fritzlar eine Kleinstadt mit viel Fachwerk ist, sah auch hier am Abend alles wunderbar erleuchtet aus.

Und so wanderten wir – meine  Freundinnen Andrea, Karima und Barbara, Frank, Jonathan und Emma sowie Julian mit Pauline durch die Stadt und bestaunten, was es zu sehen gab.

Kaufungen

Der Kaufunger Stiftsweihnachtsmarkt öffnet seine Tore nur an einem Adventswochenende. Auf einem kleinen Areal findet sich hier viel Kunsthandwerk, leckeres Essen und warme Getränke. Wenn dann noch Weihnachtsmann und Christkind für ein Foto vorbegeschneit kommen, ist der Weihnachtsmarkt perfekt.

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Apropos vorbeigeschneit: Es hatte geschneit an diesem 16. Dezember. Hurra! Endlich war es mal schön kalt und weiß, so wie sich das für einen Adventssonntag gehört. Mit der lieben Familie Zischkau schauten wir uns diesen märchenhaften Weihnachtsmarkt an. Und hinterher gab’s noch Weihnachtskaffee in Nienhagen. Was will man mehr?

Und noch einmal Kassel

Natürlich waren wir am häufigsten in Kassel. In den verschiedensten Kombinationen. Und ein letztes Mal „in Familie“ am 28. Dezember. Wir hatten uns im Kino Mary Poppins‘ Rückkehr angesehen. Im Anschluss gingen wir trotz leichten Nieselns soch einmal über den Weihnachtsmarkt. Endlich gibt es hier nun auch die versprochenen Fotos von der Rutschpartie. Voila!

Schön war es auf den Weihnachtsmärkten, auch wenn das Wetter nicht immer so wollte, wie es der Jahreszeit angebracht gewesen wäre. Wir haben uns oft mit lieben Menschen getroffen und haben Emma etwas vom Weihnachtsduft mitgeben können. Ich glaube, uns allen hat es gut gefallen.

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