Auf der Wartburg

Am kommenden Dienstag fährt Emma zu ihrem Zwischenseminar nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das ist ein wenig schade, denn wir haben alle Urlaub bzw. Ferien, so dass wir Zeit gehabt hätten für Unternehmungen. So nutzten wir den Dreikönigstag für einen Ausflug nach Eisenach zur Wartburg. Sie ist ein echter Pflichttermin. Sie ist die vermutlich berühmteste Burg in Deutschland und gehört seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Umweg und fuhren über Ifta. Dort ist noch ein kleines Stück der ehemaligen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik zu sehen. Wir wollten Emma gern zeigen, wie die Grenze ausgesehen hat. Ein Schild weist auf die historische Bedeutung des Ortes hin.

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Dann ging es weiter zur Wartburg, die schon am Eingang durch ihre Größe beeindruckt. Die Burg wurde 1067 begründet. Im 13. Jahrhundert lebte hier die Heilige Elisabeth, im 16. Jahrhundert hielt sich Martin Luther als „Junker Jörg“ in der Wartburg versteckt und im 19. Jahrhundert fanden in der Wartburg das erste und zweite Wartburgfest der Burschenschaften statt. Kein Wunder, dass die Burg einen hohen Symbolcharakter hat.

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Die Wartburg haben wir schon des öfteren besichtigt, doch selbst dann hat jede Führung ihren eigenen Reiz. Diesmal waren unter den Teilnehmern einige, die sehr an Luthers Wirken interessiert waren und wir erfuhren, dass selbst die Wartburg möglicherweise verfallen wäre, hätte es nicht nach der Reformation und der Veröffentlichung von Luthers Bibelübersetzung in die deutsche Sprache ein großes Interesse an der Burg gegeben. Noch heute kommen die meisten Besucher wegen Luther und der Reformation zur Burg. Die Wartburg profitierte von den „Pilgern“. Ende des 19. Jahrhunderts wurde restauriert und konserviert, so dass die Burg auch heute noch beeindrucken kann.

Leider war es draußen nass und eklig. Darum verzichteten wir auf einen Rundgang durch die Stadt. Eventuell können wir das ja bei schönem Wetter nachholen. Wichtig war uns allerdings, zumindest noch einmal kurz am Bachhaus vorbeizuschauen, um unserer Musikerin den berühmten Sohn der Stadt zu zeigen. Zwar war es schon dunkel und viel sehen konnten wir nicht, für ein „Geburtshausfoto“ (auch wenn Bach gar nicht im Bachhaus geboren wurde) reichte es trotzdem. „It was kind of like magical“ Emma

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